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Sonntag, 9. Februar 2014

Rettung eines Bildungsgangs II. Teil

So einfach geht eine Rettung also doch nicht: Der Ausbildungsgang zum Informationstechnischen Assistenten (iTA) am Carl-Miele-Berufskolleg ist offensichtlich gefährdet. Gestern fanden die Anmeldungen zwar statt -  das AnmeldeVERHALTEN der Bildungsganginteressierten schien jedoch deutlich kanalisiert zu werden. Das erklärte Ziel der Schulleitung ist demnach geblieben: der Bildungsgang findet künftig nicht mehr statt.

 
                                    Reden und Handeln               Fotos ak 2013




Das Anmeldeverfahren


Gestern informierte der Konrektor über den Bildungsgang iTA, unüblich sagen Schulkenner. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Beratungstenor war dem Vernehmen nach, dass man auf die dreijährige Ausbildung an der Schule mindestens noch zwei bis drei Jahre eine Lehre draufsetzen müsse, um am Ende in Lohn und Brot zu kommen. Abschreckender geht es nicht. 


Freitag, 7. Februar 2014

Wie man Bildung abwürgen will

Immer wieder ist vom Fachkräftemangel die Rede. Mangelware ist zudem IT-Kompetenz. Wir reden davon, dass der Kreis Gütersloh ein profunder Wirtschaftsstandort ist und eine Bank für gute Ausbildung. Wenn dem so ist, warum sollte dann der Ausbildungsgang der Berufsfachschule zum Informationstechnischen Assistenten (TA) am Carl-Miele-Berufskolleg stillschweigend geschlossen werden? Morgen ist dort Tag der offenen Tür und Anmeldestart. Die kurze Story einer Rettung.... 


 
                                   Fachkräfte im IT-Bereich: dringend gebraucht      Foto ak 2013
 
Der Schulleiter des Carl-Miele-Berufskolleg (Träger ist Kreis Gütersloh) hatte für sich beschlossen, den Bildungszweig einzustellen. Die Begründung: Lehrermangel. Und das, obwohl dieser Ausbildungsgang noch in der Kreisbildungsbroschüre von November 2013 angeboten wird, also vor rund 3 Monaten noch beworben wurde. Den vermeintlichen Lehrermangel konnte die Schulgemeinschaft nicht erkennen. Sie sah es als vorgetäuschtes Argument der Schulleitung, den Bildungsgang nicht anbieten zu müssen. Vielleicht, weil der als Konkurrenz zum Technischen Gymnasium an gleicher Schule gesehen wird? Und dieser Zweig nicht voll wird, weil eben dazu eine Qualifikation notwendig ist - für den TA aber nicht. So hatte dieser Ausbildungsgang TA eine hohe Sogkraft - und würde die auch weiterhin behalten. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

Solidarität und Protest aus der Provinz - Snowden ehren!

Wir treten entschieden gegen Massenüberwachung ein! Das Aufdecken dieser schäbigen Systematik durch Edward Snowden hat der Gesellschaft den Blick geweitet und ihr die Möglichkeit zum eigenen Denken und Bewerten ermöglicht.

Daher möchten wir als Teil der Zivilgesellschaft und aus der Provinz Westfalen ein Zeichen setzen. Protest gegen diese Überwachung darf nicht nur auf die Hauptstadt begrenzt bleiben:
 
Wir haben daher Edward Snowden für das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen. 



Unser Vorschlag liegt jetzt offiziell beim Auswärtigen Amt in Berlin. Ein Gremium dort wird darüber entscheiden, weil es sich um einen Ausländer handelt, der geehrt werden soll. So sieht es das Protokoll vor. Nach Prüfung im Auswärtigen Amt gibt dieses den Vorschlag an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck,  weiter. Oder auch nicht, wenn dem Vorschlag nicht stattgegeben wird. Wir erwarten in beiden Fällen eine schriftliche Begründung. 

Sonntag, 2. Februar 2014

E-Government - Gütersloh macht sich auf den Weg

Das BMI (Bundesministerium des Innern) hat Gütersloh zur Modellkommune für E-Government gemacht. Nun macht sich Gütersloh konkret auf den Weg. Mich interessierte, wie die Stadt das meistern will. Projektleiter Dr. Markus Kremer (Leiter des Fachbereichs Personal und Organisation und des Büros des Rates und der Bürgermeisterin) hat mich zum Gespräch eingeladen an dem auch Jörg Möllenbrock teilnahm.
 




Samstag, 1. Februar 2014

Amtsbluff 1. Februar

Satire




Die Stadtverwaltung Gütersloh gibt nichtamtlich bekannt:

1. Der Stadt-Schützenverein Gütersloh verkauft das Gelände "Heidewaldstadion" für einen Euro an die Stadt Gütersloh. Damit geht das Grundstück in Gänze in den städtischen Besitz über. Die Stadt Gütersloh sichert dem Schützenverein die unentgeltliche Nutzung der Stadthalle für den Winterball der Stadtschützen für die kommenden 150 Jahr zu. Vereinbart wurde auch, dass der 2164 im Amt befindliche Nachkomme von Kulturdezernent Kimpel den Winterball eröffnet wird. Die jeweiligen Vorsitzenden des Schützenvereins erhalten zudem ein Ratsmandat.

2. Die Stadt Gütersloh darf künftig einen Zusatz unter ihrem Stadtnamen führen. Gütersloh - Stadt des Status Quo. Gleichzeitig hat sich die Personalvertretung der städtischen Belegschaft dazu entschlossen, dass auch die Mitarbeiter Zusätze zu ihren jeweiligen Dienstbezeichnungen führen dürfen. Zusätze wie "Trüffelschwein" und "Mann der Maßstäbe" können auch teamweise verwendet werden. 

3.  Das Neue Kommunale Finanzmanagement verpflichtet Kommunen, in ihrer Bilanz für die Versorgungsansprüche ihrer Beamten eine entsprechende Pensionsrückstellung zu bilden und diese jährlich zum Bilanzstichtag anzupassen. Die Ausweisung der Versorgungsansprüche der Beamten bilden jedoch nur die Aufwandsseite ab. Eine liquide Rücklage wird nicht gebildet. Die Beamten werden daher auf Beschluss des Verwaltungsvorstandes künftig eine Tippgemeinschaft bei einem Sytemlottoanbieter bilden, deren reale Gewinne direkt in den Pensionsfond einfließen werden.


Sonntag, 26. Januar 2014

Karenzzeit - was sagen heimische MdBs dazu?


Karenzzeit - ein Begriff, viel Geld, viel Lobby. Viele Politiker, die sich künftig damit befassen müssen - denn ein Gesetzesentwurf soll erarbeitet werden, ob es künftig eine Art "Sperrzeit" geben soll beim Wechsel eines gut vernetzten sowie einfluss- und kenntnisreichen Politikers (im gehobenen Amt) in die Privatwirtschaft. Eine Frage der Anständigkeit oder der Dreistigkeit, die sich kürzlich wieder stellte, diesmal in Person von Ronald Pofalla, der als ex-Chef des Bundeskanzleramts in den Vorstand der Deutschen Bahn wechsel wird/will.


Mich hat interessiert, wie das eigentlich unsere heimischen Bundestags-abgeordneten einschätzen. Ich habe sie dazu auf abgeordnetenwatch.de befragt: Ralph Brinkhaus (CDU) Gütersloh; und Christina Kampmann (SPD) Bielefeld.





Freitag, 24. Januar 2014

Schulentwicklungsplan - was fehlt

Der Bildungsausschuss tagte. Nach langer Wartezeit wurde nun auch der Schulentwicklungsplan vorgelegt, der den Zeitraum 2013 bis 2015 umfasst. Der Plan war bereits für 2012 vorgesehen - aber nicht realisiert worden. Siehe dazu mein Blogbeitrag bereits vor einem Jahr. 

Das vorliegende Werk ist durch Abwarten und Konservierung des Status quo gekennzeichnet und setzt damit eine alte Tradition fort. Von vorausschauender Gestaltung oder Zielsetzung in der zukünftigen Bildungspolitik ist keine Spur erkennbar. Der Unterschied: Dieses Jahr finden Kommunalwahlen statt. Spätestens jetzt werden Politik und Verwaltung an ihrer Bilanz der letzten fünf Jahre zur Gestaltung der Bildungslandschaft in Gütersloh gemessen werden. Bisher finden sich wenige Lichtquellen im Dunkeln.




Mit dem Fuß auf der Bremse 

Der vorgelegte Schulentwicklungsplan beginnt seine Geschichte sozusagen mit dem Fuß auf der Bremse.