Satire
Die Stadt Gütersloh gibt offiziell bekannt, dass die Kantine der Stadt Gütersloh die Restauration der Stadthalle Gütersloh ab dem 1.1.2014 übernehmen wird. Der Saal Mozart wird zu einer Permanentbelegung für die Mittagsbewirtung der städtischen Angestellten umgestaltet. Um die Kosten zu senken, werden die Fachbereiche jeweils wechselnd in Kochgruppen den Koch- und Spüldienst für die restliche Belegschaft übernehmen. Beginnen wird das Kulturamt mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Stadt Gütersloh gibt bekannt, dass sie auf Geheiß der geschäftsführenden Bundesregierung dem Whistleblower Edward Snowden in Gütersloh Asyl gewähren wird. Herr Snowden wurde bereits mit dem Heilikopter der Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Gütersloh geflogen, den Piloten ist die Flugroute noch von ihrer Abschiedstour auf dem britischen Flughafen bekannt. GB sichert Reisefreiheit zu. Untergebracht wurde Herr Snowden in den lädnlichen Privaträumen eines Industriellen, der namentlich nicht genannt werden darf.
Die Stadt Gütersloh gibt bekannt, dass in Vollzug des Antrages der CDU das innerstädtische Autofahren für Frauen nur noch in Begleitung von männlichen Beifahrern über 18 Jahren gestattet ist. Diese Notwendigkeit ist entstanden, seit die neuen Kfz-Modelle von BMW, Audi und Mercedes der Klasse SuV Geländewagen zu viel Parkraum benötigen und sich damit die Parkraumbewirtschaftung nicht trägt.
Die Stadt Gütersloh gibt bekannt, dass sie das Konzept der Innenstadtkirmes über Nacht erstellt hat. Feststeht, dass bereits ab Sommer 2014 eine Innenstadtgeisterbahn installiert wird, die ab Dämmerung geöffnet ist. So entsteht keinerlei Behinderung für den örtlichen Einzelhandel. Dafür werden die Fußgängerzone und die öffentlichen Plätze verhüllt und führen am Ende in einem Rundgang auf den Alten Güterbahnhof, wo Interessierte im Anschluss das Musical "Tanz der Vampire" besuchen können. Damit sind zwei marketingstrategische Altziele erreicht, sind sich Rat und Verwaltung sowie Berater einig.
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Freitag, 1. November 2013
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Daten: Widerspruchsrecht differenzieren
Das Amtsblatt der Stadt Gütersloh als Lektüre kann ausgesprochen anregend sein. Auch unter dem Aspekt der Bürgerbeteiligung, wenn es etwa um das Widerspruchsrecht gegen Datenvermittlung aus dem Einwohnermeldeamt geht. Für die Bürger empfiehlt sich ein differenziertes Vorgehen, sonst verspielt man ggf. politische Rechte.
Dieser Tage findet sich im Amtsblatt der Hinweis Nr.67/2013 mit dem Titel „Bekanntmachung und Hinweis auf das
Widerspruchsrecht gegen die Weitergabe von Daten aus dem Melderegister der
Stadt Gütersloh in besonderen Fällen gemäß § 35 Meldegesetz NRW“.
Die Meldebehörde der Stadt darf eine Melderegisterauskunft erteilen, sofern der/die Betroffene der Weitergabe
seiner/ihrer Daten nicht widersprochen hat.
Es folgen vier Kategorien, in denen die Weitergabe seitens der Stadt praktiziert werden kann, zwei davon sind für die Bürger ganz besondere Kategorien, denn sie rühren indirekt auch an ihre Beteiligungsrechte am politischen System.
Es folgen vier Kategorien, in denen die Weitergabe seitens der Stadt praktiziert werden kann, zwei davon sind für die Bürger ganz besondere Kategorien, denn sie rühren indirekt auch an ihre Beteiligungsrechte am politischen System.
Montag, 28. Oktober 2013
Spiele statt Brot?
Jetzt soll es eine Innenstadtkirmes sein. Die CDU im Rat der Stadt Gütersloh möchte das alte Kirmeskonzept weiterentwickeln, weil die alte Version aufgrund der neuen Feuerwache teilweise weichen muss.
Stadtfeste sind durchaus wünschenswert. Es wäre also keinen
Leserbrief wert, wenn man sich als Bürger der Stadt nicht wundern müsste: Die mehrheitsbildende CDU erweckt den Anschein,
als widme sie ihre kommunalpolitische Arbeit und Kraft zunehmend Spielstätten in der
Innenstadt, wie etwa einer Boule-Bahn, dem mobilen Sandkasten auf dem
Kolbeplatz - und jetzt einer Innenstadtkirmes.
Das Vorgehen erinnert ein wenig an den Ansatz „Dämmern
auf dem Vulkan“: also eine konsequente Verweigerung von Antworten auf die Zukunftsfragen. Die größte und damit richtungsweisende Fraktion trägt eine hohe Verantwortung für die Stadt. Wird nun die Stadtverwaltung
mit dieser Kirmes-Entwicklung betraut, stellt sich die Frage: Hat sie dafür
überhaupt Zeit und Kapazität angesichts vieler ungelöster Aufgaben?
| Kirmesvergnügen als Kernaufgabe? Foto ak 2011 |
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Bürgerhaushalt - Veränderung bleibt
Der Bürgerhaushalt in Gütersloh ist politisch gewollt eingeschlafen. Trotzdem könnten die Folgen der Erfahrungen weiter Wirkung nach sich ziehen. Eine Forschungsarbeit zum Bürgerhaushalt Osnabrück etwa zeigt interessante Aspekte dieser Langzeitwirkung.
In Osnabrück befindet sich der zweite Bürgerhaushalt Osnabrück noch in der Beratung. Der erste Durchlauf allerdings ist auf dem Seziertisch der Wissenschaft gelandet. Die Potsdamer Studentin Katja Fitschen befasst sich hier eingehend mit dem Bürgerhaushalt als Reformprojekt basierend auf einer Form der E-Partizipation im großen Zusammenhang von E-Government. Titel: "Fremdsteuerung einer Verwaltung durch partizipative Verfahren?"
Trotz der wissenschaftlichen Begriffe sind einige Aspekte sehr aufschlussreich. Auch als Nachwirkung für Gütersloh.
Demnach, grob gesagt, beobachten "Grenzstellen" eines geschlossenen System (Verwaltung, Politik) die Umwelt, kommunizieren mit ihr und repräsentieren das System.
In Osnabrück befindet sich der zweite Bürgerhaushalt Osnabrück noch in der Beratung. Der erste Durchlauf allerdings ist auf dem Seziertisch der Wissenschaft gelandet. Die Potsdamer Studentin Katja Fitschen befasst sich hier eingehend mit dem Bürgerhaushalt als Reformprojekt basierend auf einer Form der E-Partizipation im großen Zusammenhang von E-Government. Titel: "Fremdsteuerung einer Verwaltung durch partizipative Verfahren?"
| Ernten, was man sät Foto ak 2013 |
Demnach, grob gesagt, beobachten "Grenzstellen" eines geschlossenen System (Verwaltung, Politik) die Umwelt, kommunizieren mit ihr und repräsentieren das System.
Dienstag, 22. Oktober 2013
Keine Datenautobahn
Zum Thema Breitbandinternetversorgung fand sich folgende Grafik, die anschaulich die Top 10 Länder mit dem schnellsten Internetzugang listet und Deutschland auf Platz 22. platziert. Dieses Ranking ist spannend, denn ein Antrag aus Harsewinkel regt an, einen Masterplan Breitbandversorgung auch im Kreis Gütersloh aufzustellen, wie bereits dazu gebloggt.
Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0.
Sonntag, 20. Oktober 2013
Zwei Welten in einer Stadt
Es sind nur kleine Anzeichen, aber unübersehbar - zwei Welten existieren (auch) in Gütersloh nebeneinander:
Da wird der Schinkenmarkt gefeiert und die halbe Stadt ist auf den Beinen an den Fleischtöpfen und Bierkrügen. Völlig in Ordnung für diejenigen, die das genießen möchten. Solche Veranstaltungen gehören zu jedem Stadtmarketing dazu. Der Mensch lässt sich nun mal gerne verwöhnen. Neu ist aber: Zur gleichen Zeit findet in der Martin-Luther-Kirche eine kostenlose Speisung der Suppenküche statt. Die Kirche hat die Tore weit geöffnet und lädt ein, hereinzuschauen, ins Gespräch mit denen zu kommen, die am Rande der Gesellschaft leben. Eine sehr gute Kombination! Ungewollt gewollt? Das schafft Bewusstsein.
Die Sparkasse Gütersloh hat ein Grundstück sowie ein Gebäude von der Stadt Gütersloh erworben, nach Bodenrichtwert und nicht nach Marktwert. Zukünftig zieht die Stadt in den geplanten Neubau der Sparkasse auch noch als Mieterin ein - und zahlt ein Jahr vor Baufertigstellung monatlich 15.000 Euro Miete. Das macht 180.000 Euro im Jahr.
Da wird der Schinkenmarkt gefeiert und die halbe Stadt ist auf den Beinen an den Fleischtöpfen und Bierkrügen. Völlig in Ordnung für diejenigen, die das genießen möchten. Solche Veranstaltungen gehören zu jedem Stadtmarketing dazu. Der Mensch lässt sich nun mal gerne verwöhnen. Neu ist aber: Zur gleichen Zeit findet in der Martin-Luther-Kirche eine kostenlose Speisung der Suppenküche statt. Die Kirche hat die Tore weit geöffnet und lädt ein, hereinzuschauen, ins Gespräch mit denen zu kommen, die am Rande der Gesellschaft leben. Eine sehr gute Kombination! Ungewollt gewollt? Das schafft Bewusstsein.
Die Sparkasse Gütersloh hat ein Grundstück sowie ein Gebäude von der Stadt Gütersloh erworben, nach Bodenrichtwert und nicht nach Marktwert. Zukünftig zieht die Stadt in den geplanten Neubau der Sparkasse auch noch als Mieterin ein - und zahlt ein Jahr vor Baufertigstellung monatlich 15.000 Euro Miete. Das macht 180.000 Euro im Jahr.
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Politische Ziele 2015 für Gütersloh
Die Bürgermeisterin in Gütersloh bleibt noch im Amt. Sie nutzt die neue NRW-Gesetzeslage mit der Option zum vorzeitigen Ausscheiden im Jahr 2014 nicht. Das ist legitim. Es ist aber auch legitim zu fragen, was sie in diesen zwei Jahren noch an politischen Zielen für die Stadt umsetzen will.
Die Bürgermeisterin in Gütersloh, Maria Unger, macht es nochmal zwei Jahre. Erst 2015 wird sie zum offiziellen Ende ihrer Legislatur ausscheiden und den Weg frei machen für neue Kandidaten. Da sie SPD-Mitglied ist, wird die SPD in der Stadt nun langsam einen neuen Kandidaten aufbauen (müssen). Bisher sieht es da nach Matthias Trepper aus.
| Ziele? Was liegt noch auf der Werkbank der Bürgermeisterin? | Foto ak 2012 |
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