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Montag, 21. Mai 2012

Kein Kind zurücklassen

Eine letzte Frage zur Sekundarschule sei gestattet: was sagt eigentlich unsere Bürgermeisterin dazu?

Bisher war dazu nichts zu finden. Man wundert sich: Bildung könnte doch eigentlich "Chefsache" sein. Zumal bei einer SPD-Bürgermeisterin, die in ihrer letzten (?) Amtszeit Zeichen setzen könnte.

So wie auf Landesebene:

Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin hatte im Wahlkampf versprochen, trotz Schuldenlast in Bildung zu investieren. Sie warb damit "wir dürfen kein Kind zurücklassen". Das zog. Gut so.

Da wundert es, dass das Thema Bildung von Frau Unger so deutlich gemieden wird. Ihre Aufmerksamkeit hatte sie in den letzten Monaten eher einem heimischen Möbelmarkt gewidmet, kein Foto ohne sie, kein Spatenstich oder Mörtelschlag ohne ihre Präsenz.

Daher vermute ich, ihre Position ist eher "wir dürfen keinen Möbelkäufer zurücklassen" als dass sie Position in Bildungsfragen beziehen wird.

Möbel - unsere Zukunft?




Sonntag, 20. Mai 2012

Wollen und Machen in der Bildungspolitik

Nachschlag zur Sekundarschule und zum Bildungsverständnis der Politiker in Gütersloh:

Was denkt die Politik?
Zur Kommunalwahl vor drei Jahren hatte mal jede Fraktion eine "Position" zur Bildungspolitik.
Im laufenden Geschäft aber wird im Austragungsort politischer Umsetzung, also im  Bildungsausschuss, geschwiegen (wenn er denn tagt).

Wie sieht es wenigstens mit aktuellen Positionen auf den Homepages der Parteien/Fraktionen aus? Findet hier Politik statt?

2 Fragen: Gibt es a) eine Position zur Sekundarschule? b) eine Position zur lokalen Bildungspolitik?

Zwischen Wollen und Machen liegen Welten

Freitag, 18. Mai 2012

Politiker machen schlanken Fuß....


Der Bildungsausschuss für den 22. Mai fällt aus. Wieder einmal. Eine Tradition gewordene stille Strategie in Gütersloh.
Doch diesmal ist das geradezu brisant: Steht doch die Entscheidung über die Sekundarschule auf der Tagesordnung. Dieses unbemerkte Durchwinken ist ein Husarenstreich der Verwaltung, bei dem Dezernent Martensmeier deutlich den Amtsschimmel vorwärts getrieben hat. Zur Erinnerung: eine Grundschule, die Freiherr-vom-Stein-Schule und die Hauptschule Nord sollen zu einer Sekundarschule mit dem Prinzip des gemeinsamen Lernen von der Klasse 1 bis 10 umgewidmet werden. Dazu ist ein Ratsbeschluss notwendig,  um eine der Modellschulen des Landes NRW zu werden. Die Entscheidung muss noch vor der Sommerpause gefällt werden.Die Idee ist nicht schlecht - Kinder länger zusammen lernen zu lassen. Doch: 

Es lebe die Monarchie in der Bildungspolitik!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Väter mutieren....Hermanns-Lauf mal anders

Marodierende Männer, Bollerwagen, Schnaps: So wollten heute eigentlich ganze Horden (wieder) den Teuto stürmen. Aber die Ordnungsmacht machte einen Strich durch die Rechnung: Kein Eintritt. An allen Zugängen und Parkplätzen standen Ordnungsamt der Stadt Lage und reichlich Polizei bereit mit der Kelle. (Nein, nicht mit der Keule, wie es vielleicht Arminius mit den Römern gemacht hat.) 

Wo die Wanderwege anfingen, versperrten umgelegte Nadelbäume den Weg.

No way!

Freitag, 11. Mai 2012

Das Kabinett des Grauens: die Umkleidekabine


Drei Kubikmeter Raum

Der Vorhang der Kabine ist einen Spalt breit offen geblieben. Deutlich kann ich einen Frauenkörper erkennen. Mal zeigt sich ein Arm, mal die Hälfte eines ziemlich prallen Hinterns in und um einen in bleu gehaltenen Slip. Die Dame beugt sich nach vorne, der Rest des Körpers verschwindet in einer Kippbewegung aus dem Sichtfeld. Was dem Betrachter bleibt, ist ein welker Vollmond in blau. Taktvoll schaue ich zur Seite, um direkt am breiten Grinsen einer anderen Wartenden hängen zu bleiben. Sie hatte dem Schauspiel vor uns auch zugeschaut, war aber nicht so rücksichtsvoll wie ich. Laut und provokant kommentiert sie das Gesehene, „die hätte sich lieber hinter einer Holztür verstecken sollen“. Die Lacher der übrigen meist mit Kleiderstapeln vollbeladenen Mädchen sind ihr sicher. Die Situation ist eindeutig und lässt keinen Raum für wohlwollende Interpretationen: Die Zielscheibe des Spotts hinter dem Vorhang ist eindeutig zu fett. Ob der verunglimpfte Popo das auch gehört hatte, konnte ich nicht beurteilen, jedenfalls blieb die Gardine im Zustand wie gesehen und bewegte sich nicht. Ich stehe ganz ungewohnt für mich in einer langen Schlange der Wartenden vor einer Reihe von Umkleidekabinen und beobachte eher nebenbei das Phänomen „Frauen“ und deren Verhalten in eben diesen Kabinetten des Grauens.

Ein Ort der Überraschungen

Donnerstag, 10. Mai 2012

Ein Leben lang dem Rathaus verbunden....

Man könnte davon ausgehen, dass das Innenleben unseres Rathauses eigentlich wenig von Interesse sein könnte. Aber: Das Haus und das verwaltungstechnische Innenleben begleiten uns Bürger ein LEBEN LANG.

Hier ein kleiner Lebenslauf:



Im Standesamt bekomme ich als Neugeborenes eine Geburtsurkunde. (Stockwerk 1 ?)


Im Schulverwaltungsamt werde ich als schulpflichtes Mitglied der Gesellschaft zumindest statistisch geführt. (Stockwerk 2 ?)

Hier darf ich meine Familienkarte fürs Freibad beantragen. Und nach einem "erfüllten" Berufsleben die Rente beantragen. Bitte mit allen notwendigen Unterlagen! Die Beweislast für die Punkte liegt beim Antragsteller -  und wehe, die Vita ist nicht belegbar. (Stockwerk 3 ?)


Und am Ende landen eh alle hier! Großartig, wenn die Bestatter mit den schönen schwarzen Leichenwagen mit den beigen Gardinchen vorm Rathaus parken, um mal eben die Sterbeurkunde abzuholen. Full service, bietet so ein Haus mit den acht (?) Etagen! Sollte man nicht glauben.  (Keller?)