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Montag, 30. September 2013

Ich-sag-mal-Interview: Mehr Politik 2:0

Mehr direkte Demokratie wagen! Mehr Politik 2:0 wagen.

Wir trafen uns auf Twitter, @gsohn hatte einen Post zur Netzpolitik getwittert, den ich kommentiert habe. Nach kurzem Austausch auf 120 Zeichen war klar: wir würden das Thema gerne vertiefen.

So kam das hier heute zustande:

ichsagmal-Interview-Reigen zur Netzpolitik: Heute mit @nowanda1 

Vielen Dank an Gunnar Sohn für das Gespräch!





Samstag, 28. September 2013

Post-Wahl-Demokratie

Nun haben die Bürger in der letzten Woche ihr Kreuz bei den Wahlen hinterlassen. Wahlen zur Bundestagswahl galten bisher als die Kür der Demokratie - stehen sogar im Ruf, eine "Bürgerpflicht" zu sein.

Mit dieser Stimmabgabe 2013 scheint jedoch die Demokratie mehr in Frage gestellt zu sein als dass sie gestärkt wäre.




Ein paar Gedanken dazu: #Wahlbeteiligung #Regierungsbildung #Koalitionsverhandlungen


Freitag, 27. September 2013

Funkstille #Gedrucktes

Vor zwei Tagen hatte ich bei der SPD und auch der CDU Gütersloh um ein Wahlprogramm in gedruckter (!) Form und in der Langfassung gebeten. Per mail. An den Wahlständen in der Innenstadt vor der Wahl waren diese Formate jeweils gerade schon vergeben.

Seit meiner Bitte: Funkstille. Keine Antwort. Keine Post. Ich könnte nun ja online nachlesen. Meine Erfahrungen mit der Kommunalwahl aber haben gezeigt, dass es besser ist, politisch versprochenes Gedrucktes für die Jahre der Legislatur zum Nachschlagen DIREKT im Haus zu haben. 

A propos "im Haus". 

Diese parteipolitische Funkstille steht in merkwürdigem Spannungsverhältnis zur Turbobemühung der Parteienvertreter im Wahlkampf - wo die Kandidaten und ihr Gefolge sogar bis zu meiner Haustür vorrückten.
 



Mittwoch, 25. September 2013

Das Volk hat gewählt - und es gebar #Neuland

Die Bundestagswahl liegt hinter uns. Deutschland hat gewählt. Am Ende steht nicht nur keine Regierung, sondern bahnbrechend neue Tatsachen, die so in keiner Zukunftsprognose zu erkennen waren.

                                                          Das Danach                                            Foto  ak 2013

Was genau sind das für Tatsachen?




# Eine Frau erhält die Mehrheit in Deutschland und ist trotzdem schach-matt gesetzt.

# Der liberale Gedanke ist tot. Die FDP hat sich "pulverisiert", zieht nicht mehr in den Bundestag ein. Die Parteienlandschaft hat sich mit einer Kontinentaldrift verschoben.

# Mögliche Koalitionspartner haben Angst vor Nähe zur vielbesungenen Mitte. Auch Posten locken sie (noch) nicht.

# Die Linke ist drittstärkste Partei im Dt. Bundestag.

# Die alte Garde an Politikern verabschiedet sich, kollektives Gipfelschmelzen in den Verliererparteien.

# Die Netzgemeinde hat an Relevanz verloren. Überwachung ist unwichtig.

# "Der" politische Journalismus hat versagt, keiner hatte eine solche Regentschaft vorhergesehen.

# Die Social Media verliert sich in Satire aufgrund von Sprachlosigkeit.

# Plötzlich definieren sich alle Parteien über "Inhalte", über die sie zusammenarbeiten könnten.

# Der Nichtwähler war angeblich demokratiegefährlich, nach der Wahl redet/ schreibt kein Mensch mehr über mangelnde Wahlbeteiligung.

# Plötzlich heißt es, "demokratische" Parteien müssten regierungsfähig sein - und die Linke ist nun auch eine solche "demokratische" Partei.

# Das Internet erwacht und kann rechnen und fragt, warum rot-rot-grün nicht die derzeitige Stimme Mehrheit nutzt, um gemeinsam den Mindestlohn durchzusetzen - bis sich dann irgendwann einmal eine Regierung gebildet hat.

# Deutschland hat sich erneuert - obwohl es ängstlich an der Mitte und der Sicherheit von "Mutti" festhalten wollte. Zumindest damit hat dieses Plakat gehalten, was es verspricht:









Montag, 16. September 2013

Webblog Glocke

Das vermutet man nicht: "Die Glocke" hat Mut und zeigt sich kreativ: mit dem Webblog #wahlwebweiser. 






Lesenswert! 
Bemerkenswert!

Gern mehr davon!



Samstag, 14. September 2013

Rückgewinnung des Politischen

Wahlkampfdialoge der besonderen Art:

Wahlplakate aufhängen und lesen - eine Strategie von gestern. Heute antwortet die angesprochene Wählermasse: Wer Politik sendet, erhält eine Antwort. Der sonst zum Schweigen verdammte Wähler nimmt Stellung, die taz hat eine kleine Sammlung veröffentlicht

Gütersloh aber ist mal wieder ganz brav. Bisher ist mir kein einziges Plakat aufgefallen, welches eine Antwort der Öffentlichkeit enthielt. Schade. Dabei sind die Menschen in den Nachbarkommunen doch recht kreativ - wie das politische Fundstück des Tages auf dem Weg nach Detmold zeigt: