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Freitag, 1. April 2011

Whiteboard manifestiert Frontalunterricht

Ist das Ende der Kreidezeit angebrochen? Mit dieser Frage beschäftigten sich dieser Tage mehr als 100 Pädagogen und Interessierte, die der Einladung des Kreismedienzentrums Gütersloh gefolgt waren und die Produktvorstellung zu den interaktiven Whiteboards im Kreishaus besuchten. "Elf verschiedene Hersteller präsentierten dort ihre Modelle. Dann hieß es ausprobieren und Fragen stellen", so die Pressemeldung des Kreises dazu.

Hier findet sich dazu ein Gastkommentar von Jürgen Zimmermann, Gesamtschullehrer a.D.:

"Whiteboard manifestiert Frontalunterricht" 

Als pensionierter Lehrer habe ich in meiner Laufbahn als Schüler und Lehrer schon so manche technische Neuerungen in der Schule ein- und ausgehen sehen: Noch mit der Schiefertafel und Kreide beginnend folgten Schulfunk, Epidiaskop, Overheadprojektor, Dia- und Filmprojektor, Sprachlabor, Fernseher und Video, Komputerräume, Beamer, Laptops - und nun interaktive Whiteboards.
Die Firmen, die uns seit über 50ig Jahren neue technische Medien über die Flure schieben ließen, haben sicher gut verdient.  

Das Schulklima, die Qualität des Lehrens und Lernens und das Lehrer-Schüler-Verhältnis aber hat sich dadurch kaum verbessert! Was Schule zukunftsfähig macht, sind nicht verfeinerte digitale Techniken, sondern chancengerechte Schulen, höhere Lehrer-Schülerquoten, kleine Lerngruppen und vor allem ausgereifte pädagogische Fähigkeiten.

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