Vor der Bundestagswahl sollten die Kandidaten Rede und Antwort stehen: Ich habe die Gütersloh Bundestagskandidaten über abgeordnetenwatch.de befragt. Mein erstes Thema: Demokratie und Bürgerrechte. Hier meine Frage vom 10. August:
Sehr geehrter Herr/sehr geehrte Frau...
die Bundestagswahl wird gemeinhein als DAS Symbol für die politische
Partizipation verstanden. Nun dürfen nicht alle Menschen, die in
Deutschland leben, auch wählen, weil sie keinen deutschen Pass haben.
Wie stehen Sie zur Beibehaltung der doppelten Staatsbürgerschaft?
Verstehen Sie sich trotzdem auch als Ansprechpartner für die Menschen,
die aufgrund des fehlenden Passes nicht wählen dürfen? Wie machen Sie
das deutlich?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
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Das Kanzler-Duell ersetzt heute Deutschlands Liebling "Tatort". Millionen Bundesbürger werden vor dem Fernseher in HD erwartet. Zwei Kandidaten, vier Moderatoren, ausgestrahlt auf vier Sendern - public viewing und second screen bei Twitter generieren Bürgernähe. Bevor die Kandidaten ins Duell einsteigen, steht der Bürger schon im öffentlichen Dialog mit den Kandidaten und ihren Kernaussagen.
In erster Linie sind es die Menschen, die Politik transportieren. Erst an zweiter Stelle folgen Inhalte und Themen. Und die wenigsten von uns kennen das Wahlprogramm so klar wie die Gesichter der Kanidadaten.
Ein Grund mehr offensichtlich immer noch für die werbenden Parteien, Gesicht zu zeigen. In Gütersloh kandidieren acht Politiker für den Einzug in den Deutschen Bundestag. Die Anzahl und Präsenz der Plakatierten ist deutlich unterschiedlich, einige kommen auf 100, die anderen auf weniger - Parteienproporz scheint dabei unerheblich.
Man beachte das Corporate Design der politischen Farbenlehre, welches alle Parteien streng einhalten: Organge für die CDU, rot light für die SPD, blau-gelb für die FDP, grün für Grün, rot für die Linke, neu ist blau-rot-weiß für die AfD, nochmal orange für die Piraten. Beim schnellen Vorbeifahren im öffentlichen Raum also erste Orientierungshilfe, mit wem man es zu tun hat. Der Wiedererkennungseffekt von Farben ist größer als der von Gesichtern. Bemerkenswert: Fast alle Parteien verweisen auf den Plakaten auf ihre politische Internetadresse, das war vor vier Jahren noch deutlich anders. Mit der Ausnahme der CDU und der Piraten - beide vermerken statt dessen den Hinweis V.i.S.d.P. (Verantwortlich im Sinne des Presserechtes). Im Format sind sich fast alle treu geblieben, nur die CDU hängt diesmal quer statt hochkant.
Und lächeln - das tun sie alle. Und sie schauen mich und dich an - nein doch nicht ganz, Herr Brinkhaus schaut in die Runde. Ziel erreicht durch Auffallen? Wir sind schließlich die potentiellen Durchschnitts-Wähler und nehmen nicht nur Inhalte wahr, was bleibt ist das, was hängenbleibt.
Hier also die aufgeklebte Mimik des Bundestagswahlkampfes 2013 für den Wahlkampf in Gütersloh:
Nur von den Piraten war kein Plakat mit dem Gesicht von Kandidat Jonas Aust zu finden. Dafür zahlreich Plakate wie diese und ähnliche (wovon die anderen Parteien auch reichlich haben):
Vom Kandidaten des Bündnis 21 - RRP war leider nichts zu finden.
Heute schaue ich mal, ob und wie aktiv die Gütersloher Bundestagskandidaten auf Facebook sind.
Ralph Brinkhaus, CDU Thorsten Klute, SPD Marco Mantovanelli, Grüne Evelyn Dahlke, FDP Ludger Klein-Ridder, Linke Jonas Aust, Piraten Rolf Wittkamp, Bündnis 21 - RRP Georg Rust, AfD
Der Bundestagswahlkampf 2013 nimmt Fahrt auf. Einer Studie der BITKOM zufolge, wird das Internet als Informationsquelle dabei immer wichtiger. Wie aktiv sind die Politiker in den Sozialen Medien unterwegs? Hier ein besonderen Blick auf "unsere" Kandidaten für den Wahlkreis Gütersloh: Wer ist wo und wie online aktiv? Heute: Twitter.
Mittlerweile stehen acht Kandidaten zur Wahl - ein Kandidat der AfD kam aufgrund der eingereichten Unterschriftenliste noch hinzu:
Ralph Brinkhaus, CDU Thorsten Klute, SPD Marco Mantovanelli, Grüne Evelyn Dahlke, FDP Ludger Klein-Ridder; Linke Jonas Aust, Piraten Rolf Wittkamp; RRP Georg Rust, AfD